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Kernspin­tomographie (MRT)

(= Magnetresonanztomographie) erzeugt Schnittbilder sämtlicher Organe und Gewebe in einem starken Magnetfeld ohne Strahlenbelastung.

Was wird untersucht?

Bindegewebe, Muskelgewebe, Nervengewebe, Kopf, Gehirn, Rückenmark, Wirbelsäule, Gelenke, Bänder, Sehnen, Muskeln und Knorpel, Bauch- und Beckenorgane, Nieren, Harnwege, Prostata, Herz und Herzgefäße, Blutgefäße. 

Wie funktioniert das Verfahren?

Die Kernspintomographie ist ein Verfahren in der Medizin, um Schnittbilder des menschlichen Körpers zu erzeugen. Die Untersuchung erfolgt in einem starken Magnetfeld. Mit magnetischen Wechselfeldern im Radiofrequenzbereich werde Datensätze erzeugt, die mit Hilfe von Algorithmen im Computer zu Querschnittsbildern des menschlichen Körpers verarbeitet werden. Dabei kann man, anders als im normalen Röntgen, vor allem die Weichgewebe des Körpers hervorragend darstellen. Krankhafte Veränderungen wie Tumore oder erkrankte Organe können mit diesem Untersuchungsverfahren besser dargestellt und nachgewiesen werden.

Vor der Untersuchung

Eine MRT-Unersuchung findet in einem starken Magnetfeld statt. Manche Patienten – vor allem Patienten mit Metallimplantaten – können nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen oder gar nicht untersucht werden. Wir werden Sie vor der Untersuchung nach Herzschrittmachern, künstlichen Herzklappen, Metallprothesen, Gefäßclips, Gefäßstützen in Schlagadern (sog. Stents), Hörgeräten, Insulin-Pumpen, Granatsplittern, Herzoperationen, Operationen am Kopf bzw. Hirn usw., Medikamentenpflaster und Nierenerkrankungen befragen. Bitte beantworten Sie unsere Fragen so genau wie möglich, damit wir entscheiden können, ob eine MRT- Untersuchung gefahrlos möglich ist. 

Bevor Sie den Untersuchungsraum betreten, müssen Sie in der Umkleide alle Metallteile ablegen: Schmuck, Haarnadeln, Piercings, Zahnprothesen, Uhren, Schlüssel, Geldbeutel, Feuerzeuge, Kugelschreiber, elektronische Geräte, Scheckkarten, Kreditkarten, Ausweise mit Chip oder Magnetstreifen o.ä. Um Sie vor lauten Geräuschen zu schützen, bekommen Sie von uns einen Kopfhörer. 

Ablauf der Untersuchung

Eine Untersuchung dauert – je nach untersuchter Körperregion – 15 bis 40 Minuten. Sie werden auf eine bewegliche Liege gelegt und in die Öffnung des MRT-Gerätes gefahren. Der röhrenartige Untersuchungsbereich ist beleuchtet und an beiden Enden offen. Sie bekommen einen Klingelknopf in die Hand, mit dem Sie uns rufen können. Über die eingebaute Wechselsprechanlage können wir mit Ihnen sprechen. Wir haben für Sie eine Musikanlage installiert, über die wir Ihnen gerne während der Untersuchung Musik einspielen können. 

Einsatz von Kontrastmitteln

Für bestimmte Fragestellungen und zur weiteren Charakterisierung krankhafter Veränderungen ist oftmals die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich. Dieses verbessert die Aussagekraft in erheblichem und nicht selten entscheidendem Maße. Bei insgesamt sehr guter Verträglichkeit aller derzeit zugelassenen MRT-Kontrastmittel werden selbst allergische Reaktionen als häufigste Nebenwirkung nur sehr selten beobachtet. 

Nebenwirkungen

Die MRT ist eine sichere Bildgebungsmethode. Nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung sind keine Schäden zu erwarten. Da die Untersuchung in einem starken Magnetfeld stattfindet, können manche Patienten – vor allem mit Metallimplantaten – nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen oder gar nicht untersucht werden. 

Vorteil des Verfahrens

Ein Vorteil der MRT gegenüber anderen bildgebenden Verfahren ist der bessere Weichteilkontrast. Da sie ohne Röntgenstrahlung oder andere ionisierende Strahlung auskommt, entsteht keine Strahlenbelastung. 

 

Computer­tomographie (CT)

ermöglicht eine besonders schnelle und überlagerungsfreie Darstellung der Körperstrukturen. Hierbei werden die Schnittbilder mittels spezieller Röntgentechnik und digitaler Bildverarbeitung rekonstruiert.

Was wird untersucht?

alle Körperregionen, insbesondere Lunge, Bauchraum, Knochen, Schädel, Nasennebenhöhlen, Mittelohr

Wie funktioniert das Verfahren?

Bei der Computertomographie rotiert eine Röntgenröhre mit einem gegenüberliegenden Detektorkranz um den Körper des Patienten. Aus den einkommenden Daten wird ein Querschnittsbild des durchstrahlten Körperteils angefertigt. Auf diesen Bildern stellen sich alle Organe kontrastreich und in hoher Detailtreue dar. Um Bilder wesentlich schneller aufzunehmen und die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten, haben wir Spiral-CTs im Einsatz. Bei diesem Gerät drehen sich Röntgenröhre und Detektor kontinuierlich um den Patienten und nehmen 16 Schichten zeitgleich auf.

Vor der Untersuchung

Vor CT-Untersuchungen, bei denen evtl. Röntgenkontrastmittel gespritzt wird, müssen Sie 4 Stunden nüchtern bleiben. Bei der Terminvergabe werden wir Sie über diese Notwendigkeit informieren. Bei allen anderen Untersuchungen ist keine Vorbereitung nötig. Sollten es schon Voraufnahmen oder Voruntersuchungen mit anderen bildgebenden Verfahren (Röntgen, MRT, Ultraschall) geben, bringen Sie diese mit. Das erleichtert uns eine Verlaufsbeurteilung.

Ablauf der Untersuchung

Sie werden auf der beweglichen Liege des Gerätes gelagert, und für die Aufnahmen durch die Öffnung des CT-Gerätes gefahren. Zunächst wird eine Übersichtsaufnahme gefahren, um darauf die eigentliche Schnittbilduntersuchung zu planen; hierfür entsteht also eine kurze Pause. Dann erst erfolgt die Aufnahme der Schnittbilder, während der Sie erneut durch die Öffnung des Gerätes gefahren werden. Sie sollten während der Aufnahme ruhig liegen und nicht sprechen, um die Aufnahmen nicht durch Bewegungen zu stören. Da auch die Atembewegungen Bildstörungen verursachen können, müssen Untersuchungen des Brust- und Bauchraumes mit Atemanhalten durchgeführt werden. Sie bekommen durch einen Lautsprecher Atemkommandos, wann Sie einatmen, Luft anhalten und weiter atmen sollen.

Einsatz von Kontrastmitteln

In manchen Fällen ist es notwendig, zwei Aufnahmeserien—eine mit und eine ohne Gabe von Kontrastmitteln—zu machen, um die Blutgefäße, aber auch viele krankhafte Veränderungen, sichtbar zu machen. In diesem Fall werden wir Sie während der Untersuchung einmal aus der Röhre herausfahren und das Kontrastmittel in eine Armvene spritzen. Bleiben Sie ruhig liegen und bewegen Sie vor allem nicht den Körperteil, der untersucht wird, da sonst die Bilder gestört sein könnten. Nach einer intravenösen Kontrastmittelinjektion sollten Sie viel trinken, da das Kontrastmittel dann schneller über die Nieren wieder ausgeschieden wird.

Bei Untersuchungen im Bauchraum ist es oft notwendig, die Darmschlingen von anderen Organen gut abzugrenzen. Zu diesem Zweck bekommen Sie von uns 1 bis 1,5 Liter in Wasser stark verdünntes Kontrastmittel zum Trinken. Dieses Kontrastmittel müssen Sie über 1 bis 1,5 Stunden gleichmäßig verteilt vor der Untersuchung trinken.

Nebenwirkungen

Außer der sehr geringen Strahlenbelastung stellt die CT kein Risiko dar. Das in manchen Fällen intravenös gespritzte Kontrastmittel ist sehr gut verträglich und hat nur selten Nebenwirkungen. Nur in sehr seltenen Fällen reagiert ein Patient mit Hautrötungen und Juckreiz, evtl. auch leichter Übelkeit darauf.  In seltenen Fällen kann es zum Kreislaufschock führen. Sie sollten uns vorher informieren, wenn Sie schon einmal auf Röntgenkontrastmittel reagiert haben, eine Allergie besteht, Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion oder an einer Nierenerkrankung leiden.

Vorteil des Verfahrens

Die CT ist ein sehr schnelles Verfahren, daher wird es in Notfallsituationen eingesetzt, weil sie innerhalb weniger Minuten eine Diagnose liefert. Auch bei Patienten mit Metallsplittern im Körper (Granatsplitter, Metallsplitter im Auge etc.) wird eine CT gemacht, da kein MRT möglich ist.

Mammo­graphie

ist eine spezielle Röntgen-Aufnahmetechnik zur Darstellung der Brustdrüse, die sich zur Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs eignet.

Was wird untersucht? 

Bei der Mammographie wird die weibliche Brust untersucht, um bösartige Veränderungen in einem sehr frühen Stadium zu erkennen oder tastbare Knoten (gutartige und bösartige Veränderungen) darzustellen.

Wie funktioniert das Verfahren? 

Röntgenstrahlen durchdringen die Brust und werden durch die verschiedenen Strukturen wie Drüsen- und Bindegewebe unterschiedlich stark abgeschwächt. Ein Detektor registriert die unterschiedlich stark ankommende Strahlung auf der Gegenseite und erstellt somit ein „Schattenbild“. Damit können bereits kleinste Veränderungen der Gewebestruktur aufgespürt werden, lange bevor eine Verhärtung oder ein Knoten ertastet wird.

Ablauf der Untersuchung 

Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen in verschiedenen Ebenen angefertigt. Manchmal wird eine zusätzliche Aufnahme benötigt, um unklare Befunde genauer darzustellen. Für die Aufnahme wird die Brust zusammengedrückt. Das ist für eine gute Bildqualität notwendig, außerdem ist die benötigte Röntgendosis um so niedriger, je stärker die Brust komprimiert wird.

Nach den Aufnahmen wird sich der Arzt die Bilder ansehen und Sie untersuchen. Hierbei tastet er die Brust ab, um aus dem sichtbarem und tastbarem Befund und dem Röntgenbild eine Diagnose zu stellen. In manchen Fällen wird noch eine Ultraschalluntersuchung angeschlossen, um eventuelle sichtbare Verdichtungen abzuklären. Ein Tumor kann somit von soliden oder flüssigkeitsgefüllten Knoten – sogenannte Zysten – gut unterschieden werden. Der Ultraschall ist völlig unschädlich, allerdings dient er nicht als Alternative zur Mammographie, da er nicht die feinen Details, wie z.B. feinste Verkalkungen, nachweisen kann, die die Mammographie zeigt. 

Das Untersuchungsergebnis wird Ihnen sofort mitgeteilt. Der überweisende Arzt erhält einen schriftlichen Bericht. 

Nebenwirkungen 

Durch technische Verbesserungen konnte die Dosis an Röntgenstrahlen, die zur Erzeugung eines Bildes benötigt wird, stark minimiert werden. Das Risiko durch unterlassene Mammographien an zu spät erkanntem Brustkrebs zu sterben ist weit größer, als das Risiko durch regelmäßige Mammographien einen strahlenbedingten Brustkrebs zu erleiden.

Vorteil des Verfahrens 

Man kann Brustkrebs heute heilen, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird. Um ihn so früh wie möglich festzustellen, wurde von den Gesundheitsträgern in Deutschland eine routinemäßige Mammographie für Frauen ab 50 Jahren eingeführt. Informationen zu diesem Mammographie-Screening finden Sie hier.

Röntgen

basiert auf der Durchleuchtung mit Röntgenstrahlung. Die unterschiedlich dichten Gewebe des menschlichen Körpers absorbieren diese unterschiedlich stark, so dass man eine negative Abbildung des Körperinneren erhält.

Was wird untersucht?

Knochenbrüche, Lungenerkrankungen, Herz, Abdomen

Wie funktioniert das Verfahren?

Die Röntgenstrahlung durchdringt das Körpergewebe. Das Bild entsteht dadurch, dass dichtes Gewebe (wie Knochen) die Strahlen stärker abschwächt als weiches Muskel- oder Lungengewebe. Das „Negativ“ ist als Schwarz-Weiss-Bild sichtbar.

Vor der Untersuchung

Keine Vorbereitung nötig. Bitte legen Sie vor der Untersuchung alle Fremdteile wie Schmuck , Uhren, Haarklammern, Bügel-BHs in der Umkleide ab.

Ablauf der Untersuchung

Bei der Untersuchung werden Röntgenstrahlen gezielt auf die jeweilige Körperregion gerichtet. Andere Körperteile werden nicht direkt durchstrahlt, da sie durch Bleischürzen geschützt sind. Die Röntgenstrahlen durchdringen die untersuchte Körperregion und werden auf ein digitales Detektorsystem belichtet. Um Strukturen, die sich gegenseitig überlagern, besser darstellen zu können, wird meist aus mehreren Richtungen geröntgt. Die Untersuchung dauert dennoch nur wenige Minuten. Um keine verwackelten Aufnahmen zu bekommen, sollten Sie sich während der Aufnahme nicht bewegen.

Nebenwirkungen

Da die Röntgenstrahlung beim Durchdringen von Gewebe Schäden am Erbgut auslösen kann, kann Röntgen auch gesundheitsschädlich sein. Aus diesem Grund röntgen wir nur, wenn es unbedingt notwendig ist und benutzen dafür neueste Technik. Das digitale Detektorsystem ist wesentlich empfindlicher als herkömmliche analoge Röntgensysteme. Dadurch wird die Strahlendosis deutlich reduziert. 

Vorteil des Verfahrens

Geringe Strahlenbelastung. Gute Darstellungsqualität von Knochen und Lungengewebe. 

Sonographie

(= Ultraschall) ermöglicht mit Hilfe von Schallwellen einfach und völlig schmerzlos die Struktur verschiedener Organe und Körperregionen zu untersuchen.

Was wird untersucht?

Bauch- und Beckenorgane wie Leber, Milz, Nieren, Pankreas, Gallenblase und Gallengang, Darm, Harnleiter, Schilddrüse, Lymphknoten, Brustdrüse, Gefäße und deren Durchlässigkeit, Gelenke und zugängliche Muskeln.

Wie funktioniert das Verfahren?

Bei einer Sonographie werden hochfrequente, unhörbare Schallwellen durch das Körpergewebe geschickt. Das Bild entsteht dadurch, dass die vom Ultraschallgerät gesendeten Schallwellen an den verschiedenen Geweben unterschiedlich zurückgeworfen werden. Die Reflexion wird ausgewertet und als Schwarz-Weiss-Bild sichtbar gemacht.

Vor der Untersuchung

Keine Vorbereitung nötig. Nur bei der Untersuchung von Bauch- und Beckenorganen sollten sie morgens nüchtern zur Untersuchung kommen, da der Magen- und Darminhalt die Untersuchung erschwert.

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung wird mit einem Schallkopf durchgeführt. Hierfür wird ein Gel aus Wasserbasis auf den Ultraschall-Kopf aufgebracht. Das hat rein physikalische Gründe: ohne Gel werden die Ultraschallwellen durch die Luft zwischen Schallkopf und Haut vollständig reflektiert und eine Bilddarstellung wäre nicht möglich. Durch Bewegung und Abwinkelung des Schallkopfes auf der Haut kann die gewünschte Körperregion aus verschieben Richtungen eingesehen werden.

Nebenwirkungen

Keine.