Anatomie

Anatomie Hirn HWS + BWS Gesicht, Hals Mamma Thorax, Lunge Leber, Galle, Pankreas Niere Abdomen Lendenwirbelsäule Dünndarm Abdomen Beckenorgane Gelenke Gelenke Gelenke Gelenke Skelett Skelett Skelett Blutgefäße Weichteile Gelenke Weichteile Weichteile Blutgefäße Blutgefäße

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Indikationen für MRT oder CT ?

 

Bei welchen Fragestellungen ist heute die Kernspintomographie die Methode der Wahl?
(Im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren)

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei speziellen Fragestellungen freuen wir uns, wenn wir vorab telefonisch beraten können. Die Indikationen entsprechen unserem aktuellen Wissen und den Möglichkeiten unserer apparativen Ausstattung.

Besonders bei MRT-Überweisungen sind wir auf möglichst präzise Fragestellungen und ausreichende klinische Angaben angewiesen, da die Untersuchungstechnik und Strategie im MRT wesentlich davon abhängt.

Es ist wie beim Orakel von Delphi: Je genauer die Frage, desto präziser die Antwort!

Die Indikationen beziehen sich auf erwachsene-Patienten. Bei Kindern kann dies im Einzelfall abweichen.

Hirn:
Bei der Mehrzahl der diagnostischen Fragestellungen ist heute die MRT die Untersuchungsmethode der Wahl, da der CT überlegen. Die MRT-Angiographie stellt das Gefäßsystem dar, ohne den Patienten durch invasive Maßnahmen zu belasten. Durch Diffusionsbildgebung und Perfusionsstudien gelingt der Nachweis frischer Ischämien schon in den ersten Stunden nach dem Ereignis, lange bevor das CT eine sichere Diagnostik erlaubt.
Die Diagnostik von Hypophysentumoren und Prozessen des Kleinhirnbrückenwinkels (Akustikusneurinom) ist so viel genauer, daß eine CT hier obsolet ist.
Die CT ist heute noch indiziert zum Nachweis akuter intracranieller Blutungen, insbesondere auch der subarachnoidalen Blutung, da sensitiver als die MRT.
Auch zur Verlaufskontrolle in der akuten bis subakuten Phase nach Ischämien, Blutungen und operativen Eingriffen ist die CT indiziert, desgleichen zur Verlaufskontrolle eines Ventrikel-Shuntsystems.
In der detailgenauen Darstellung knöcherner Läsionen / Infiltrationen vor allem der Schädelbasis ist die Dünnschicht-CT überlegen.


Gesichtsschädel und Halsweichteile:
Sinusitis, Fraktur, Knochendestruktionen: CT.
Weichteilprozesse, Tumoren, Lymphome, Orbita, Kiefergelenke: MRT.
Schilddrüse, Nebenschilddrüse: Sonographie, Szintigraphie, evtl. MRT.


Hals- und Brustwirbelsäule:
Nur bei Fraktur: CT
Alle anderen Fragestellungen in der MRT wesentlich besser abzuklären. Diskusprolaps der unteren HWS (dort am häufigsten) im CT meistens durch Artefakte durch die Schultern schlecht darstellbar.

Thorax:
Lungenprozesse, Lungentumoren, Lymphome: CT.
Lungenembolie: Pulmonalis-CT, bei Rö-KM-Unverträglichkeit aber auch MR-Angiographie möglich.
Aortenaneurysma, -Dissekat: MR-Angio.


Mamma:
Mamma-MRT bei speziellen Fragestellungen, z.B. Narbe v. Rezidiv, und manchen unklaren mammographischen Befunden sehr sensitiv. Ist bisher keine generelle Kassenleistung, nur bei speziellen Fragestellungen. Bitte in jedem Fall Rücksprache erbeten.


Abdomen gesamt:
Untersuchung des gesamten Abdomens , z.B. allg. Tumorsuche, Staging zur Metastasen- oder Lymphomsuche: CT.


Leber:
Abklärung unklarer sonographischer Herdbefunde: MRT sensitiver und spezifischer als CT.


Gallenwege, Gallenblase:
Primär Sonographie, zur Darstellung der Gallenwege, z.B. Cholestase, Gallengangskonkrement, Tumor: MRT mit MRCP, hiermit gelingt eine Darstellung der Gallengänge, die der oralen Rö. Kontrastuntersuchung deutlich überlegen ist und der iv. Galle von der Darstellung her mindestens gleichwertig, wg. häufigen Kontrastmittelunverträglichkeiten überlegen ist. Auch die ERCP kann durch die MRCP häufig ersetzt werden, außer wenn interventionelle Eingriffe notwendig sind. Wenig belastend.


Pankreas:
Pankreatitis, Pankreastumor: MRT und CT möglich, CT bietet die schnellere Untersuchung. Im MRT kann durch MRCP Gallengang und Pankreasgang dargestellt werden, Lebermetastasen werden sensitiver nachgewiesen.


Niere:
RF, Tumor, entzündlicher Prozeß: CT , da annähernd äquivalent zur MRT in der Darstellung, aber schneller und weniger aufwendig. MRT wegen multiplanarer Bildgebung und Gewebsdifferenzierung bei manchen Fragestellungen überlegen.
Nierenarterien-Stenose: MRT-Angio.
MRT-Urogramm: Neuerdings möglich, z.B. bei Pat. mit KM-Allergie oder Niereninsuffizienz.


Nebennieren:
RF: primär Sonographie, dann CT. Gegebenenfalls zur weiteren Abklärung MRT und NN-Szintigraphie.


Dünndarm:
Bei Fragen nach entzündlichem Prozeß, Tumor: MRT, kann die den Patienten belastende Dünndarmdarstellung n. Sellink meistens ersetzen.


Beckenorgane:
Bei allen gynäkologischen Fragestellungen ist die MRT überlegen.
Rektum, -Tumorrezidiv, pararektaler Abszeß, Fisteln: MRT.
Prostata: lokale Tumorausdehnung, Infiltration von Blase, Samenblasen: Falls transrektaler Ultraschall unklar: MRT.
Bauchwand, Hernien: MRT.
Harnblasentumor: Lokale Ausdehnung im MRT besser darstellbar.
Lymphknotenmetastasen: MRT und CT gleichwertig.


Skelett:
Metastasensuche, Suche nach Entzündungsherden: primär Skelettszintigraphie. Rein osteolytische Metastasen oder diffuse Infiltrationen können allerdings in der Knochenszintigraphie stumm bleiben. Bei klinischem Verdacht MRT der betreffenden Region, da MRT sensitiver im Nachweis von Metastasen und anderen Herdbefunden mit Ausnahme der Rippen und der Schädelkalotte. Eine Ganzkörperskelett-MRT vergleichbar zur Szintigraphie allerdings (noch?) nicht möglich.
Knochentumoren: MRT zum Nachweis und Darstellung der Ausdehnung, evtl. Knochenszintigraphie zum Nachweis von "skip lesions" und multilokulärem Geschehen.
Frakturen: Falls genaue 3D-Darstellung z.B. zur Therapieplanung notwendig: CT. Bei konventionell -röntgenologisch unklaren Befunden kann eine Skelettszintigraphie oder eine MRT-Untersuchung weiterhelfen (z.B. Frage nach Skaphoid-Fraktur).
Wirbelfrakturen durch Trauma: CT.


Gelenke:
Arthrosen, Osteonekrosen, Verletzungen von Knorpel, Bändern, Weichteilen, Entzündung, Tumoren: MRT. Bei Poliarthralgien dagegen besser Skelettszintigraphie.


Lendenwirbelsäule:
Zum Nachweis von Bandscheibenvorfällen und degenerativen Veränderungen sind CT und MRT gleichwertig, allerdings ist gerade bei jungen Pat. und Frauen die Strahlenbelastung der Gonaden im CT nicht zu vernachlässigen. Außerdem muß zur CT-Untersuchung eine vorherige neurologische Untersuchung in etwa die Höhe der vermuteten Pathologie sichern.
Bei Z.N. Bandscheiben-OP. : MRT (mit iv. KM.) der CT überlegen in der Differenzierung von Narbe, Disziitis und Rezidivvorfall.


Weichteile:
Bei Weichteilprozessen ist die MRT aufgrund der wesentlich besseren Darstellung der CT überlegen.


Blutgefäße:
Durch die MR-Angio können fast alle arteriellen Blutgefäße des Körpers in ausreichender Bildqualität dargestellt werden, so daß sich eine invasive arterielle Angiographie in den meisten Fällen vermeiden läßt.